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Unser Anliegen in Kurzform:
Mit drängender Sorge sehen wir die Zukunft unserer Gemeinden und unserer priesterlichen Berufung. Wir regen in unserer Kirche eine offene Diskussion über die Zukunft unserer Gemeinden und des Priesteramtes an. Wir freuen uns auf alle, die unsere Sorgen teilen und bereit sind, mit uns nach neuen Lösungen zu suchen.

(ausführlicher Text)

Erklärung der Pfarrerinitiative Würzburg anlässlich der Veröffentlichung der Missbrauchsstudie der Deutschen Bischofskonferenz

Sept 2018

Erschüttert nehmen wir das Ausmaß des Leides unzähliger Opfer sexualisierter Gewalt durch Vertreter der Kirche zur Kenntnis. Als Priester und Diakone können wir das „Problem“ nicht länger nur in einzelnen auf Abwege geratenen Mitbrüdern sehen, mit dem wir anderen nichts zu tun haben.

Jeder einzelne von uns muss sich fragen: Wo habe ich weggeschaut? Bei welcher Entscheidung habe ich mehr das Wohl der Täter als das Wohl der Opfer im Blick gehabt? Wie habe ich als Personalverantwortlicher durch Nichtstun oder Versetzung eines Priesters in eine andere Gemeinde es zugelassen oder gar ermöglicht, dass noch mehr Kindern unsägliches Leid zugefügt wurde?

Es genügt nicht, dass aktuell amtierende Bischöfe sich zum Versagen „der Kirche“ in den letzten Jahrzehnten bekennen und öffentlich um Verzeihung bitten. Nicht nur jeder Missbrauchstäter, auch jeder, der vertuscht hat, muss persönlich zu seiner Schuld stehen: vor sich selbst und vor Gott, vor jedem einzelnen Opfer und ggf. auch vor einem staatlichen Gericht.

Gleichzeitig gilt es schonungslos offenzulegen, wie kirchliche Machtstrukturen sexualisierte Gewalt und deren Vertuschung begünstigt haben und heute noch begünstigen. Entscheidungsgewalt und Leitungsmacht werden nach wie vor von Vertretern der kirchlichen Hierarchie (Priester, Bischof und Papst) weitgehend unkontrolliert ausgeübt und dies oftmals noch religiös damit begründet, dass der Geweihte Christus repräsentiert, der uneingeschränkt Herr seiner Kirche ist.

In Staat und Gesellschaft bewährte Instrumente der Machtbegrenzung wie zum Beispiel die Gewaltenteilung und das Anerkennen von grundlegenden Menschenrechten müssen Eingang finden in eine Verfassung der römisch-katholischen Kirche. Ansonsten bleiben theologische Aussagen von der „gleichen Würde aller Getauften“, die alle „Anteil haben am königlichen, priesterlichen und prophetischen Amt Jesu Christi“ angesichts der im kirchlichen Rahmen tausendfach mit Füßen getretenen Würde der Opfer sexualisierter Gewalt hohle Phrasen und leeres Gerede.

Für die Pfarrerinitiative Würzburg

Christian Ammersbach, Joachim Bayer, Armin Haas, Nikolaus Hegler, Matthias Lotz, Michael Nowak

neue Modelle der Gemeindeleitung

Jan 2015

Die Pfarrerinitiative Würzburg begrüßt das Modellprojekt der Diözese Würzburg zur Entwicklung „ergänzender Formen der Gemeindeleitung“. Gleichzeitig fordert sie, Gemeindeleitung nicht als rein klerikal-priesterliche Amtsausübung zu verstehen, sondern als gemeinsame Aufgabe eines Teams, in das neben dem Priester auch andere Gemeindemitglieder ihre verschiedenen Charismen einbringen. Lesen Sie die Erklärung im Wortlaut hier

Wofür wir stehen - Pfarrerinitiative bezieht Stellung

Okt 2014

Die Pfarrerinitiative Würzburg lehnt eine weitere Vergrößerung der Seelsorgseinheiten ab. In einer Erklärung machen die Mitglieder deutlich, wozu sie bereit sind und wozu nicht. Klar bekennen sie sich zu synodalen Kirchenstrukturen und neue Zugangswege zum kirchlichen Amt. Die Erklärung im Wortlaut finden Sie hier

Übertragung von Leitungsaufgaben an Laien - Pfarrerinitiative unterstützt Vorstoß des Münnerstädter Kreises.

Sept 2012

In einer Erklärung fordern Mitglieder der Pfarrer-Initiative, Laien Leitungsaufgaben in Gemeinden zu übertragen:

Die Pfarrerinitiative unterstützt den Vorstoß des Münnerstädter Kreises zur Übertragung von Leitungsaufgaben an Laien. In immer größeren Seelsorgsstrukturen muss die Leitung einzelner Gemeinden aus Gründen der Praktikabilität an (haupt- bzw. ehrenamtliche) Mitarbeiter abgegeben werden.

Wer Leitung wahrnimmt, braucht den direkten Kontakt zu den Menschen, in deren (Leitungs-)Dienst er steht. Diesen Kontakt kann ein einzelner (bislang: Pfarrer) nicht für beliebig viele Gemeinden aufbauen und pflegen.

Mitglieder der Pfarrerinitiative haben bereits positive Erfahrungen damit gemacht, Leitungsaufgaben (Personalführung im Pfarrbüro, Übernahme des stellvertretenden Kirchenverwaltungsvorstandes, Repräsentation der Gemeinde in der Öffentlichkeit, u.a.) an Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter zu übertragen.

Um eine Akzeptanz in der Gemeinde zu gewährleisten ist hierfür eine offizielle Beauftragung ähnlich wie auch bei den Gottesdienstbeauftragten oder Kommunionhelfern unerlässlich. Die kirchenrechtlichen Möglichkeiten zur Übertragung von Leitungsaufgaben an Laien sind daher voll auszuschöpfen bzw. zu erweitern.

Uns ist klar, dass noch nicht alle theologischen Fragen in diesem Zusammenhang geklärt sind. Praktikable Lösungen für die Gemeinden aber brauchen wir jetzt!


"Zukunftsangst ist schon da"

Mai 2012

Unter diesem Titel führte das Würzburger Sonntagsblatt ein Interview mit Joachim Bayer, einem Mitglied der Pfarrer-Initiative. Lesen Sie es hier


Unterstützen Sie uns!

Wir freuen uns auf alle, die unsere Sorgen teilen und bereit sind, mit uns nach neuen Wegen zu suchen.

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Aus der Diözese Würzburg sind Mitglieder

Pfarrer Christian Ammersbach

Pfarrer Joachim Bayer

Pfarrer Stephan Eschenbacher

Pfarrer Karl Feser

Pfarrer Armin Haas

Pfarrer Gerhard Hanft

Pfarrer Nikolaus Hegler

Pfarrvikar Matthias Karwath

Pfarrer Matthias Lotz

Michael Sell

Pfarrer Gregor Sauer

Pfarrer P.Rudolf Theiler OCarm

Pfarrer Roland Breitenbach

Pfarrer Uwe Nimbler

Pfarrer i.R. Klaus Beurle

Pfarrer i.R. Josef Wirth

Pfarrer Manfred Endres

Pfarrer Wolfgang Zopora

Pfarrer Stefan Kömm

Pfarrer Norbert Reinwand

Pater Helmut Esser

Pfarrer Gerd Greier

Pfarrer Michael Erhart

Pfarrer Hermann Becked

Pfr. i.R. Armin Ammersbach

Pfarrer Stefan Redelberger

Pfarrer Klaus Beisswenger

Pfarrer Markus Krauth

Pfarrer Erhard Kroth

Pfr. i.R. Adalbert Benker

Pfr. i.R. Arnold Seipel